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Jetzt, da ich so alleine in München am Flughafen sitze und darauf warte, dass das Boarden für meinen Flug beginnt, frage ich mich doch, warum genau ich das alles auf mich nehme.

Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute doch so nahe liegt? Warum in die USA fliegen, alle Zelte abbrechen und die Menschen, die einen lieben zurück lassen? Warum so viel Geld für ein Semester im Ausland ausgeben, wenn man an einer etablierten Hochschule studiert?

Doch da sind sie wieder – die Gefühle, die mich antreiben: Dieses Kitzeln in jeder Phaser meines Körpers. Dieses Glücksgefühl, wenn ich an den Strand, die Sonne, die Orangen und Outlets denke. Dieses Aufregung, endlich wieder 24/7 Englisch sprechen zu dürfen. Diese Neugier auf meine neuen Kommilitonen und Kurse, die es in Biberach eben nicht gibt. Diese Lust auf ein neues Abenteuer, das mich stärker macht und wachsen lässt. Und am Ende hoffentlich dieser Stolz, es geschafft zu haben und nicht aufgegeben zu haben, egal wie teuer das Ganze, egal wie schwer der Koffer und egal wie groß die Sehnsucht.

Schon jetzt sehne ich mich nach den Menschen, die ich liebe, doch ich habe Vertrauen, dass dieses Gefühl länger als nur einen Augenblick andauert und ich alle in wenigen Monaten wieder in die Arme nehmen kann. Und ist es nicht menschlich, sich immer weiter entwickeln zu wollen und nach vorne zu sehen? Denn

„Am Ende stellt sich die Frage: Was hast du aus deinem Leben gemacht? Was du dann wünschst, getan zu haben, das tue jetzt.“
Erasmus von Rotterdam, holländischer Theologe, Philologe und Humanist

Das muss nicht immer heißen, ins Ausland zu gehen, aber wir alle sollte manchmal inne halten und auf unser Herz hören und auf das, was es sich wünscht. Wir sollten unseren Sehnsüchten Raum machen und uns nicht von unseren Ängsten stoppen lassen.

Du willst sportlicher sein? Dann fang heute mit einem kleinen Spaziergang an.
Du sagst dein Englisch ist zu schlecht um ins Ausland zu gehen? Dann sieh dir heute deine Lieblingsserie im Originalton an.
Du möchtest etwas erreichen? Dann geh auf www.gidf.de und erkundige dich, welcher Weg dich ans Ziel bringt.

Was mich ans Ziel bringen wird, sind heute drei Flugzeuge und viel Geduld. Vielleicht auch ein bisschen Vertrauen, dass es wundervoll wird und dass all meine Ängste völlig unbegründet sind.

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One thought on “It’s a funny little feeling

  1. Liebe Chrissi,
    Ich wünsche dir eine wundervolle Reise mit vielen lieben Menschen,einzigartigen Momenten und Begegnungen und vielen neuen Erfahrungen! Komm gesund und gut an und genieß deine Zeit in vollen Zügen! Du wirst hier fehlen! Bis bald!
    Deine Kadi x

    -Entspann dich.Lass das Steuer los.Trudle durch die Welt.Sie ist so schön.-
    Kurt Tucholsky

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